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AGRICON

agricon treibt internationale Nutzung digitaler Pflanzenbaulösungen voran

Digitalisierung sorgt für neue Qualität im Pflanzenbau / Komplexes Zusammenspiel aus Technik, Agronomie, Datenmanagement und Beratung 


Durch die Partnerschaft mit sechs Leuchtturm-Betrieben in Europa treibt agricon die internationale Nutzung digitaler Pflanzenbaulösungen weiter voran. Bei den Partnerbetrieben handelt es sich um Agrarunternehmen in Deutschland, Polen, Ungarn und dem Baltikum – große Genossenschaften ebenso wie Familienbetriebe –, die bereits langjährige Erfahrung in teilflächenspezifischer Grund- und Stickstoffdüngung haben. Mit Unterstützung des EU-Programms „Horizont 2020“ wurden diese im April zusätzlich mit Pflanzenschutzsensoren ausgerüstet, um Wachstumsregler und Fungizide variabel zu applizieren. Die unmittelbare Rückmeldung dieser nun rundum digitalisierten Betriebe zu Funktionalität und Handhabung fließt direkt in die Weiterentwicklung des Digitalen Pflanzenbaus ein. 


(Jahna, 05.05.2017) 

Vor zwei Jahren hatte agricon Geschäftsführer Peer Leithold das Zeitalter des Digitalen Pflanzenbaus ausgerufen. Die Digitalisierung führe zu einer neuen Qualität im Pflanzenbau, so Leithold. „Bisher haben wir uns im Precision Farming auf einzelne Werkzeuge konzentriert, die die Feldarbeit effizienter machen sollen: Sensoren, Applikationskarten, GPS, Software. Im Digitalen Pflanzenbau hingegen betrachten wir die Ganzheitlichkeit der Verfahren, vor allem aus Sicht des Anwenders.“ 

So sind die intelligenten Werkzeuge des Precision Farming im Digitalen Pflanzenbau nach wie vor da, jetzt aber als Elemente eines Verfahrens, die wie Zahnräder automatisch ineinandergreifen. Digitaler Pflanzenbau ist somit das komplexe Zusammenspiel aus bewährter (Precision Farming-) Technik, agronomischem Wissen, Datenmanagement und Beratungsleistung. Der Landwirt erwartet, dass alles reibungslos funktioniert – erst recht an den Schnittstellen. 

Ganzheitliches Farm-Managementsystem im Praxiseinsatz 

Ein Beispiel aus der Praxis verdeutlicht, wie die Infrastruktur dieses ganzheitlichen Farm-Managementsystems funktioniert: 

Zur Planung von Pflanzenschutzmaßnahmen nutzt der Betriebsleiter das web-basierte Datenmanagementsystem agriPORT von agricon. agriPORT hat stets die aktuellen Pflanzenschutzmittel-Listen verfügbar. Der Betriebsleiter kann mit wenigen Mausklicks Tankmischungen mit bis zu acht Mischpartnern planen; gesetzliche Vorgaben zu den Aufwandmengen werden automatisch sichergestellt. Quasi per Knopfdruck landet der Auftrag direkt auf der Maschine. 

Beim Echtzeit-Einsatz von P3-Pflanzenschutzsensoren erfolgen Informationsgewinnung, Entscheidung und Applikation in einem Arbeitsgang. Anhand hinterlegter Regelalgorithmen – am Beispiel Pflanzenschutz 52 für Wachstumsregler und 727 für Fungizide – leitet die Sensorsoftware direkt die richtige Aufwandmenge ab. Die Pflanzenschutzspritze setzt die Empfehlung unmittelbar um. Per Rückschrieb werden ausgebrachte Mengen in agriPORT dokumentiert. 

agriBOX, ein herstellerunabhängiger, fest in der Maschine verbauter Job-Rechner, koordiniert alle agronomischen Anwendungen und gewährleistet den drahtlosen Datenaustausch zwischen Maschine, Büro und agriPORT. 

In gleicher Weise kann der Betriebsleiter bei der Grund- und Stickstoff-Düngung agieren. 

Was bringt die Digitalisierung dem Landwirt? 

Betriebsmittel werden am aktuellen Pflanzenbedarf ausgerichtet. Effizienz und Wirtschaftlichkeit von Pflanzenbaumaßnahmen steigen. 

Es wird so wenig wie möglich und so viel wie nötig appliziert. Minimalwerte und gesetzliche Höchstgrenzen, speziell im Pflanzenschutz, werden automatisch berücksichtigt. Somit leistet die Digitalisierung von Pflanzenbaumaßnahmen einen wesentlichen Beitrag zu mehr Umweltverträglichkeit und Schutz vor Resistenzen. 

Routinearbeiten laufen automatisiert im Hintergrund. Dies entlastet den Betriebsleiter bei der Betriebsführung. 


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